Welpentreff in der Hundeschule

28. July 2008 by admin

Schön war es! Viele Welpen waren es nicht, 4 insgesamt, aber alle hatten eine Menge Spass miteinander! Fröhliches Gebalge, Gekläffe und Gerenne! Die Leiterin der Gruppe war total nett und gab viele sehr wichtige und interessante Informationen! Übungen machten wir noch nicht so viele, im Vordergrund steht bei einem Welpentreffen eben auch das Spiel, die Sozialkontakte, der Umgang mit Artgenossen. Das wird sich mit der Zeit aber steigern.

Schön, dass wir eine so nette und kompetente Hundeschule gefunden haben, wir werden beide viel davon profitieren! ;)

Den Rest des Tages verbrachte Mermaid dann überwiegend schlafend unter unserem Bett. Das wird irgendwann problematisch, wenn sie da nicht mehr drunter passt, dann wüssen wir das Bett wahrscheinlich aufbocken! *gg*

The police, who don’t want this writer helper for college homework http://college-homework-help.org trouble, ask the ladies to go home

schon eine Woche…

26. July 2008 by admin

…schon eine Woche ist die kleine Lady nun hier und es klappt alles prima und Mermaid verhält sich sehr vorbildlich! ;) Sie macht ihre Geschäfte überwiegend draußen, sehr selten passiert ihr mal ein Malheur in der Wohnung.

Heute Morgen habe ich ihr erstmal Pansen und frische Rinderleber klein geschnippelt und unter ihr Trockenfutter gemischt. Das schmeckte ihr gleich viel besser als sonst! ;)

Spaziergänge halten wir noch sehr kurz. 2-3x am Tag gehen wir maximal 15 Minuten, eher weniger. Mermaid ist allerdings eine begeisterte Läuferin, es ist gar nicht so einfach, sie zu bremsen, aber es ist wichtig, das Welpen in dem Alter noch nicht so viel laufen, damit Bänder und Gelenke nicht überlastet werden. Die Knochen sind noch im Wachstum, es ist alles noch nicht gefestigt, da könnte eine Überbeanspruchung sich sehr negativ auswirken.

Maidie ist aüßerst agil und auch sehr frech. Meine Arme sehen schon ein wenig mitgenommen aus von ihren Spielattacken. Mehrmals täglich bekommt sie ihre 5 Minuten, in denen sie hemmungslos spielen und balgen will und da setzt sie natürlich besonders ihre kleinen spitzen Welpenzähnchen für ein! Nun versuche ich sie für ihre Beißspiele auf ihre Spielknoten und Sisalstricke zu konditionieren und unterbreche unser Spiel sofort, wenn sie mir in die Arme oder die Füße beißt. Es wird eine Weile dauern, aber sie wird es lernen. Natürlich wurde auch schon Ronja öfter als Spielpartner ausgeguckt. Hysterische Schreiattacken und Fluchtversuche Ronjas versteht so ein kleiner Welpe natürlich als begeistertes Mitspielen… :o Da muß Frauchen schon öfter mal schlichten! ;)

Sie hat unglaublichen Spaß mit der Strickleiter unserer Kinder, daran wird jeden Tag mit Freude gezerrt, daran gehängt und rumgeschwungen!

Auch eine Barbie hat sie sich inzwischen gegriffen und Hände und Füße abgekaut! Sieht ziemlich abartig aus, aber Ronja meint, sie könnte trotzdem ruhig noch damit spielen. Na wenn sie meint… :o

Morgen früh gehen wir das erste Mal zur Welpenstunde! Ich freu mich schon sehr darauf und für Mermaid ist es gut und wichtig Kontakt zu anderen Welpen und Hunden zu haben um die sozialen Umgangsformen untereinander zu lernen, zu üben und zu festigen! Alles was sie jetzt lernt, lernt sie für ihr ganzes Leben und es ist wichtig dass sie viele und vor allem auch positive Erfahrungen sammelt.

Ich bin sehr gespannt, wie es ihr morgen in der Welpenstunde gefällt, aber sie wird sicher jede Menge Spass haben! ;)

That one notebook entry was the spark that got my fourth graders started with slice of life writing in march 2008 and got readers like it of this blog going with the slice of life story challenge that same month
Posted in Allgemein   Comments (0)

Eine Begegnung mit Folgen

25. July 2008 by admin

Ja, morgen! Morgen bekommen wir wieder einen Hund. Eine bezaubernde kleine Hündin, Mermaid! Sie ist 11 Wochen alt und ein Portugiesischer Wasserhund, oder auch ein “Cao de Agua Portugues”.
Abgesehen davon, dass dies großartige Hunde sind, intelligent, draußen agil, im Haus angenehm ruhig, verspielt und absolut kinderbegeistert sind sie auch noch geeignet für Allergiker, da sie kein Fell haben, sondern “Haar” ohne Unterwolle. Und das ist der Grund, warum wir überhaubt auf diese Hunderasse gekommen sind, denn unsere Tochter ist Allergikerin, verträgt aber diese Hunderasse problemlos! Wir hatten so eine Sehnsucht danach, wieder eine Fellnase in unsere Familie zu integrieren und ich finde es gibt auch für Kinder kaum etwas schöneres, als mit einem Tier, besonders einem Hund aufzuwachsen. Es ist eine Bereicherung für alle und ich bin sehr froh, dass sich das nun für uns auch trotz Allergie umsetzen lässt.
Ja, morgen ist es soweit… *freu*

19.07.2008:

Aus Mermaids Sicht und mit den Worten avon:

“Erst war alles wie immer. Mama, meine Geschwister, von denen aber auch inzwischen weniger da waren und meine Onkels und Tanten und große Hundefreunde waren zum toben da. Ich habe gefressen, geschlafen, geträumt…
aber irgendwas war anders. Frauchen S. sagte irgendwas von “neuem Zuhause” und “wirst es gut haben”…
Hm… natürlich hab ich es gut, das hab ich gar nicht bezweifelt. Der Tag war grau und es regnete. Am Nachmittag klingelte es. Ein Herrchen und ein Frauchen mit ihren beiden Menschnewelpen kamen zu Besuch! Tolle Sache das. Der kleinere Menschenwelpe, ein Junge, bewarf mich mit Leckerchen und das Menschenwelpenmädchen wollte mich ständig streicheln und auf den Arm nehmen. Naja, ein wenig stressig, aber es machte Spass! Den Jungen riefen die Menschen “Michel” und das Mädchen “Ronja”. Michel stampfte immer so komisch mit dem Fuß auf und fauchte eigenartig… wie ich später erfahren sollte, macht er so die Hauptdarsteller seines Lieblingszeichentrickfilms nach, “In einem Land vor unserer Zeit”…. Dinos oder so…
Naja, nachdem diese Menschen nun eine Weile da waren geschah aber etwas merkwürdiges. Ich bekam ein Geschirr angezogen und eine Leine um und dann nahmen mich diese Menschen mit zu ihrem Auto. Aha… nun geht es also ins neue Zuhause. Ich hatte ein bißchen Angst, aber diese Menschen waren nett zu mir. Ich wurde gestreichelt und saß bei dem Frauchen auf dem Schoß in Tücher gewickelt… Ich fühlte mich etwas allein, aber irgendwann war ich einfach nur müde und streckte mich der Länge nach aus und schlief ein. Als wir anhielten waren wir auf einem Platz wo ganz viele Autos waren und viele Menschen und es war laut und roch nach Benzin, Abgasen und Essen…. Das Frauchen ging mit mir zu einer kleinen Wiese. Ich zeigte sofort, dass ich verstand, was sie von mir wollte und machte ganz brav Pipi. Dann fuhren wir auch schon weiter. Eine Weile war es ja noch ganz okay, aber irgendwann…
oh weh… mir wurde ganz anders… die Leckerchen waren ja ganz lecker, aber irgendwie…. uuuuaaaah… ja wieder raus damit. Jetzt ging es mir wieder besser!
Wir hielten wieder an. Vor einem Haus. Frauchen sagte:”So, wir sind da! Mermaid, das ist Dein neues Zuhause!”
Hm… sieht gut aus! Erst mal den Garten inspizieren, großes und kleines Geschäft machen und nun das Haus erkunden! Aaah! Da sind ja die Näpfe, großartig. Heeee! Ich hab hunger, da ist ja gar nix drin? Aber ich hörte schon ein vielversprechendes Knistern, Frauchen öffnete gerade das Futterpaket, alles bestens! Hmmmm lecker!

Hier wimmelt es geradezu vor Spielsachen. Besonders toll finde ich die kleinen Puppen mit den langen Haaren und den schönen Kleidern, aber Ronja will sie mir irgendwie nicht geben… “Meine Barbie, meine Barbie…..” Sie hat doch sooo viele, da kann sie mir doch ruhig eine abgeben, oder?


Hach ja… mensch ein aufregender Tag, aber ich habe das Gefühl, die Familie, bei der ich hier nun gelandet bin ist nett. Hier werde ich mich wohl fühlen.”

Ja, so mag sie gedacht und gefühlt haben unsere kleine süße Motte. So ist sie abends müde in ihr Körbchen gegangen und hat ohne Probleme fast die ganze Nacht durchgeschlafen. Ich bin einmal nachts mit ihr vor die Tür gegangen und sie hat sich ganz brav auf der Wiese gelöst, aber dann wollte sie auch sofort weiter schlafen. Nun, ich auch… also wieder ab ins Bett.

The working title of the book is writing 180 and is essay writer for https://pro-essay-writer.com/ inspired by you, the readers of two writing teachers

Abschied und Neuanfang

by admin

Ja, so war es und es war unsagbar traurig, dass wir nun ohne Tiere lebten. Wir vermissten die beiden sehr.
Es war leer ohne sie, leiser,… nicht nur die Haare und die Tapsen auf den Fliesen fehlten, nein, es fehlte alles.
Ihre Nähe, ihre Wärme, ihr Vertrauen….
und auch wenn es nun erforderlich war, auf Haustiere zu verzichten, meiner Tochter zuliebe hätte ich das getan, für meine Tochter würde ich alles geben, egal wie viel es mir bedeutet, aber die Sehnsucht nach einem Hund blieb.
So wollte ich mir wenigstens beruflich einen Traum erfüllen. Schon immer hatte ich im Hinterkopf Hundepsychologie zu studieren, das war schon seit Jahren ein Traum, den ich aber aus was für Gründen auch immer, nicht umgesetzt habe.
Nun wollte ich es angehen. Ich meldete mich für das Fernstudium in der Akademie für Tiernaturheilkunde an, ergänzend zu dem Fernstudium finden auch viele Praxisseminare und Workshops statt und ich freute mich sehr, dass ich diesen Traum nun verwirklichen wollte.
Irgendwann erzählte mir meine Schwiegermutter, dass sie im Fernsehen einen Bericht gesehen hätte, über eine neue Hunderasse, die für Allergiker geeignet ist, den Labradoodle, eine Züchtung aus Königspudel und Labrador. Mir war gar nicht in den Sinn gekommen, dass es Hunde geben könnte, die Hundehaarallergiker tatsächlich vertragen, aber ich recherchierte und informierte mich wo ich nur konnte und tatsächlich, es gibt Hunde, die Aufgrund ihrer Haarbeschaffenheit und Struktur für Hundehaarallergiker geeignet sind, z.B. der Yorshire Terrier, oder der Bolonka Zwetna, der Pudel….
Aber auch größere Hunde habe ich gefunden, unter anderem den portugiesischen Wasserhund, den Cao de Agua Portugues.
Natürlich habe ich auch gleich einen Züchter gefunden, der zufällig auch gerade einen aktuellen Wurf hatte, in dem tatsächlich auch noch Welpen zu vergeben waren! Es war alles, als müßte es so sein! Fügung, Schicksal, Bestimmung… was auch immer.
Wir hatten gar nicht fest vor und jetzt schon wieder einen Hund zu holen, aber irgendwie kam eines zum anderen. Wir sahen die Bilder, wir fuhren zu dem Züchter und Ronja versenkte in dem Rudel der ausgewachsenen Hunde des öfteren ihre Nase… sie zeigte trotz des engen Kontaktes zu den Tieren keine Reaktion, nicht mal ein Hüsteln.

Wir mußten nicht lange überlegen, für welchen Welpen wir uns entscheiden würden!

Und so war für uns alle schnell klar, dass 3 Wochen später Mermaid bei uns einziehen sollte. Unsere kleine niedliche Hündin Mermaid. Ein portugiesischer Wasserhund! Abgesehen davon, dass diese Hunde von Hundehaarallergikern bestens vertragen werden haben sie noch zahlreiche andere positive Eigenschaften, sie sind intelligent, kinderlieb, haben keinen so ausgeprägten Jagdtrieb, sind im Haus ruhig aber draußen sehr agil und sehen außerdem sehr hübsch aus! Es sind mittelgroße Hunde mit etwa 25-30 kg Gewicht, wenn sie ausgewachsen sind.
Die Freude war groß und wir bereiteten bald alles vor, für unser neues Familienmitglied.

Trotzdem vergaß auch Ronja unsere alten Tiere nicht. Eines Abends weinte sie wieder, weil sie Miller so vermisst und so schrieben wir Miller einen Brief und packten ein paar Leckerlies hinein. Ich dachte, vielleicht kann Ronja so leichter los lassen.
Hier einmal der Brief:

Lieber Miller,

wir möchten Dir noch ein Mal ein paar Zeilen schreiben. Nun bist Du schon so lange nicht mehr bei uns und trotzdem wohnst Du ganz fest in unserem Herzen, dort hast Du einen Platz, der immer nur Deiner sein wird und den Du nie verlassen mußt.

Es ist leer geworden hier, ohne Dich, wir vermissen Dein weiches Fell, Deine großen sanften braunen Augen, Dein fröhliches und treues Wesen.

Kein anderer Hund wird Dich je ersetzen können.

Aber wir möchten so gerne wieder eine Fellnase wie Dich hier haben, eine, die bellt, wenn sie was hört, eine, die auffuttert, was beim Frühstück, Mittag oder Abendessen auf dem Fußboden landet, eine Fellnase, die abends vor unseren Füßen liegt und im Garten Knochen verbuddelt. Eine kalte Schnauze, die uns wie Du zum Lachen bringt und zur Verzweiflung treibt (etwa wegen einem zerrissene Sack Katzenstreu oder zernagten Regenschirmen, oder weil jede frisch erblühte Blume gleich von Dir geköpft wurde… bist eben ein echter Kerl und hast für Blumen nix übrig, ist okay ;) ) All das hast Du bei uns bravourös gemeistert und noch viel mehr und wir hoffen, dass wir einen Vierbeiner gefunden haben, der Deine Aufgaben hier weitestgehend übernehmen und in Ehre weiterführen kann.

Morgen zieht bei uns wieder eine Artgenossin von Dir ein.

Sie ist eine kleine 11 Wochen alte Hündin und heißt Mermaid. Du würdest sie bestimmt sehr mögen! Ganz sicher könnte sie sehr viel von Dir lernen, wir werden unser bestes geben, sie in Deinem Sinne zu erziehen und sie zu einem ebenso tollen Hund zu machen, wie Du es immer warst und auch immer sein wirst.

So wie Du uns immer Freude und Glück gebracht hast, machst Du nun Deine neue Familie glücklich. Es ist schön, dass so viele Menschen so durch Deine grenzenlose Treue bereichert werden können und erfahren können, wie großartig ist, einen Hund, wie Dich an seiner Seite zu haben.

So wie Du weiter machst, machen auch wir nun weiter in einem neuen und hoffentlich ebenso erfolgreichem Team, mit einem kleinen Wollknäuel, das Mermaid heisst und auf das Ronja zum Glück nicht allergisch reagiert. Sie wird hier wieder einiges verändern und wir freuen uns darauf. Dein Revier wird sie bewachen und uns eine treue Freundin werden.

Wir möchten Dir nun noch einmal sagen:

Miller, leb wohl und mach es gut, pass auf Deine neue Familie gut auf und werd in Würde steinalt.

Wir lieben Dich ganz doll und werden Dich immer lieben und nie vergessen.

Anbei noch ein paar Leckerlies

Alles Liebe, viele Grüße und Knuddels an Deine Familie,

Christina, Marcus, Ronja und Michel


er wird für uns unvergessen bleiben und das soll ja auch so sein. Aber es ist schön, dass wir trotz der Allergie unserer Tochter wieder einen Hund bei uns aufnehmen können. Sicher werden sich einige fragen, warum das denn sein muss? Kann man denn, wenn das eigene Kind krank ist, eine Allergie hat, die sie beeinträchtigt nicht auf einen Hund verzichten???
Sicher kann man das! Aber wenn es eine andere Möglichkeit gibt, warum sollte man diese dann nicht wahrnehmen?
Ein Hund in der Familie ist eine unglaubliche Bereicherung, auch Kinder können so viel lernen und wichtige Erfahrungen mit dem Tier machen. Ich halte den Kontakt zu Tieren für sehr wichtig! Kinder lernen Verantwortung zu tragen und zu übernehmen und Tiere mit Respekt und Achtung zu behandeln, sie als Lebewesen zu sehen, mit Gefühlen und Empfindungen und nicht als Sache.
Das alles sind Erfahrungen an denen auch Kinder wachsen und reifen und die unersetzbar sind.
Bald würde bei uns wieder ein kleines Fellbündel einziehen, es war unglaublich!

I also look at this service thought about other bloggers I followed, unrelated to teaching, whose writing was captivating

Mein erster Hund

by admin

wie alles anfing,

…die Geschichte von meinem ersten Hund

Ich habe mir schon immer einen eigenen Hund gewünscht. Leider durfte ich keinen haben. Gar kein Tier. Meine Eltern sind und waren keine großen Tierfreunde, empfinden Haustiere als unhygienisch und können mit ihnen nichts anfangen. So ging ich früher mit sämtlichen Hunden aus der Nachbarschaft spazieren. Mit einem ganz besonders oft und ganz besonders gern, das war Robin, ein gelber Labrador-Rüde! Ich habe ihn geliebt und war viel mit ihm unterwegs, hab ihn gebürstet und ihm damals schon das eine oder andere Kunststück beigebracht. Er war ein großartiger Hundefreund!

Als ich mit meinem heutigen Mann Marcus zusammen kam, ich war damals 19., zog ich auch sehr bald mit ihm zusammen. Er hatte damals einen Bobtail-Mix, Zappa, und eine Burma-Katze, Sheila, und ich genoss es sehr mit meinem Mann und den beiden Fellnasen zusammen zu leben. Der Traum von einem eigenen Hund hatte ich aber noch nicht ausgeträumt und eine Freundin erzählte mir von einem 5-Monate altem Boxer-Mix, der von seiner Familie abgegeben werden sollte und eventuell ins Tierheim kommen könnte.

Der Hund hieß Miller. Sein Frauchen kam mit ihm vorbei und wir sahen ihn uns an. Mein Mann wollte eigentlich nicht noch einen Hund, aber er stimmte trotzdem einem “Probe-Wochenende” zu, da konnten wir sehen, wie das mit Zappa und Sheila funktioniert. Ich war sowiso schon total verliebt in den kleinen Racker und ich war mir sicher, wenn der kleine Rabauke erst mal ein Wochenende da war, würde auch Marcus nichts mehr dagegen haben, dass er bei uns bleibt! Und genauso war es auch! ;)

Er war ein so süßer Welpe, weiss-braun gescheckt, um die Nase herum noch viel rosa, große tiefbraune Kulleraugen und Schlappohren, von denen eines sich immer ein wenig mehr aufrichtete. Er war sehr agil und munter, ein fröhlicher und unkomplizierter Hund, der wie alle jungen Hunde eine Menge Unfug im Kopf hatte, Kabel anknabbete, Schuhe zernagte und ein ganzes Zimmer mit einem 10 kg Sack Katzenstreu einstreute…. nun ja… so sind sie eben und das gehört zu einem gesunden Welpenleben ja auch dazu.

Am 27.04.1997 wurde also entschieden, dass Miller bei uns bleiben darf.

Es war so schön, wir gingen viel spazieren und es klappte alles prima. Marcus und meine Beziehung wurde auch immer fester. Wir zogen gemeinsam um in ein Einfamilienhaus mit großem Garten, ich machte mein Abitur und meine Ausbildung. Das Leben war schön! Unser Bobtail-Mix Zappa bekam leider einen Tumor in der Leiste. Er saß an einer so schwierigen Stelle, dass er sich nicht operieren liess und da er auch schon 15 Jahre alt war, wäre es ohnehin wenig sinnvoll gewesen. Es ging ihm soweit gut. Im Sommer 2001 mußten wir ihn allerdings einschläfern lassen, der Tumor war sehr groß geworden und wir wollten ihm weiteres Leid ersparen. Es war ein sehr schwerer Weg und wir waren unglaublich traurig. Ein kleiner Trost war, dass Zappa immerhin fast 16 Jahre alt geworden war und ein schönes ausgefülltes Leben hatte. Für einen Hund in seiner Größe ist das ein gigantisches Alter! Wir denken auch heute noch oft an ihn und vermissen ihn sehr. Er war ein großartiger und charakterstarker Hund!

Im Oktober 2002 wurde ich schwanger mit unserer Tochter Ronja, wir heirateten und im Juni 2003 erblickte Ronja das Licht dieser Welt . Wir waren stolz und unglaublich glücklich und auch Miller vergötterte unser Baby! Schnupperte, wedelte mit dem Schwanz, beleckte sie und lag immer in ihrer Nähe! Er hatte eine neue Aufgabe! Die beiden waren so toll miteinander. Ronja strahlte ihn immer an und er war ihr zu dem Zeitpunkt bereits total verfallen.

Dann kam der schicksalhafte Oktober. Der 8. Oktober 2003 um genau zu sein. Ich war allein mit Hund und Kind, Marcus war in Frankfurt auf der Buchmesse und es war grau, nass und kalt. Ich mußte für Marcus etwas im Büro erledigen und bin mit Ronja im Tragtuch da hin gegangen. Als ich wiederkam kam Miller mit so niedergeschlagen vor, fast so, als hätte er eine Vorahnung. Es tat mir leid, dass ich ohne ihn weg war und dachte mir, dass ich ihn mit einem gemeinsamen Spiel im Garten aufmuntern könnte, als Ronja schlief. Wir sind dann auch raus gegangen und ich warf ihm Bälle, denen er wie immer mit Begeisterung nachrannte und sie zurück brachte. Trotz des Mistwetters war es schön. Doch plötzlich schrie er im Lauf auf und stürzte. Als er wieder aufstand zog er beide Hinterbeine hinter sich her, wie gelähmt. Ich war komplett panisch, rief meine Nachbarin zu Hilfe. Ich war mit der Situation völlig überfordert, ich hatte ein 3 Monate altes Baby im Haus, einen Hund, der nicht mehr laufen konnte, eine Baustelle vor der Tür, dass ich mit dem Auto nicht weg konnte…. es war ein Alptraum und ich hatte furchtbare Angst um Miller. Was, wenn er eine Querschnittslähmung erlitten hatte?

Meine Nachbarin stand mir bei und half mir bis der Tierarzt da war. Der Tierarzt machte ein paar Tests, Reflexe, Sensibilität und Tiefenschmerz und brummte was von Wirbelsäulentrauma. Er gab ihm eine Cortisonspritze und trug ihn in unser Wohnzimmer. Abends wollte er noch mal kommen und sehen, wie es ihm geht und einen Katheter legen, damit Miller Wasser lassen konnte. Ich telefonierte mehrmals verzweifelt mit meinem Mann. Mailte mit meiner Schwester… Der Tag war schlimm, geprägt von Sorgen, Angst und Unsicherheit. Was hat Miller? Wird er wieder auf die Beine kommen oder ist das vielleicht schon sein letzter Tag? Gegen Abend war ich so besorgt, dass ich Miller nur noch in eine Klinik haben wollte um alles zu untersuchen, was möglich war. Ich bat eine Freundin von mir um Hilfe und sie und ihr Mann kamen vorbei und fuhren uns nach Hannover in die Tiermedizinische Hochschule. Auf dem Weg dahin verfuhren wir uns auch noch so, dass wir viel länger brauchten, als nötig. Mein Mann war aus Frankfurt mit dem Zug schneller da als wir. Wir unterhielten uns mit dem Arzt, er machte noch mal die selben Untersuchungen und sagte, das auch ein Bandscheibenvorfall in Betracht käme, sie würden ein paar Untersuchungen machen müssen. Sie fragten, ob wir das alles machen lassen wollten oder ob wir Miller gehen lassen wollten, also ihn einschläfern wollten…

Für mich war aber klar, dass ich noch alles versuchen möchte, damit er wieder auf die Beine kommt. Ich fand ihn mit 7 Jahren einfach zu jung zum Sterben und wenn es eine Chance gab und war sie auch noch so klein, so wollte ich sie genutzt haben!

Miller mußte dort bleiben. Ich verabschiedete mich von ihm, umarmte ihn, gab ihm einen Kuss auf den Nasenrücken.

Inzwischen war es spät nachts. Ronja schrie und weinte müde in ihrer Babyschale im Auto und auch ich weinte… ich hatte Millers Halsband, was ich ihm abnehmen sollte und seine Leine in meinen Händen und weinte und weinte…

Mir kam das alles vor, wie ein schlechter Film, ein Albtraum.

Einer der Ärzte die Miller untersucht hatten rief nachts noch an und berichtete über das Ergebnis der Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, die ergeben hat, dass Miller keinen Bandscheibenvorfall hatte, also auch nicht operiert werden muß. Vermutlich handelt es sich um einen Rückenmarksinfarkt. Mit Medikamenten wurde versucht, dass Blutgerinsel zu lösen, damit der betroffene Nervenabschnitt wieder versorgt wird und er bekam in der nächsten Zeit viel konservative Therapie, Massagen, Physiotherapie, Bewegungsbäder.

Besuchen durften wir ihn nicht. Es gab eine Telefonsprechstunde, wo man an bestimmten Tagen anrufen konnte um Informationen über sein Tier zu bekommen, das dort stationär aufgenommen ist. Jedes Mal wenn ich dort anrief hatte ich Hoffnung, jedes Mal legte ich traurig wieder auf, weil sich einfach nichts tat und es zusehends schlechter aussah für ihn…

Als ich aber gerade so weit war, dass ich dachte, dass wir ihn nicht länger leiden lassen sollten wurde mir 1 1/2 Wochen nach seinem Infarkt am Telefon folgendes gesagt:”Frau Schröder? Es ist unglaublich, ihr Hund zeigt spontane Bewegungstendenzen im rechten Bein! Es bleibt nun abzuwarten, wie sich das weiterhin entwickelt!”

Ich kann gar die richtigen Worte dafür finden, wie sehr mich das gefreut hat! 3 Tage später sagten sie mir am Telefon, dass er nun wieder auf 3 Beinen stehen kann und auch ein wenig laufen und dass wir ihn nach Hause holen können! In gewohnter Umgebung würde er sich besser erholen und die Physiotherapeutin würde mir noch einige Übungen zeigen, die ich regelmäßig mit ihm machen sollte! Ich hatte mir auch schon ein Buch besorgt über Physiotherapie beim Hund. Wir warteten nicht lange und fuhren los! Miller nach Hause holen!! Ronja kam frisch gestillt in der Babyschale auf den Rücksitz und los ging es nach Hannover!

Wir wurden in einen großen Raum der Klinik gebracht, da war auch der “Apotheken-Schalter” und dort warteten wir auf unseren Racker! Er sah so traurig aus, als er von der Physiotherapeutin herein getragen wurde! Als er uns erkannte war aber sofort ein Leuchten in seinen Augen, sie setzte ihn vor uns ab und er freute sich so gut er konnte mit dem ganzen Körper, jaulte und bellte herzzerreißend. Nicht nur wir, sondern alle in diesem Raum Anwesenden waren fast zu Tränen gerührt! Auch vor der Babyschale in der die schlafende Ronja lag rollte er sich hin und her…. es war unbeschreiblich. Ich war unendlich glücklich zu sehen, dass er, wenn auch schlecht, aber immerhin auf seinen 3 Beinen stehen konnte, das linke Bein hing aber noch immer schlaff an ihm dran. Er war sehr wacklig, knickte oft weg… es blieb eben abzuwarten, wie sich sein Zustand entwickelt. Über den Berg war er zu dem Zeitpunkt noch lange nicht.

Er hatte eine wunde Stelle über der Nase, wir fragten, wo das herkommen könnte. Er hat wohl seinen Napf immer mit der Nase weg gestoßen und davon kam dann irgendwann diese wunde Stelle. Der arme Kerl, was muss das für eine schlimme Zeit für ihn gewesen sein. Aber ich wollte mit ihm kämpfen. Ich hatte so fest vor, ihn ins Leben zurück zu holen, ihn wieder zu einem fröhlichen Hund zu machen. Auch wenn er nicht mehr so werden würde wie vorher, das war mir nicht wichtig. Mit einer kleinen Behinderung können Hunde gut zurecht kommen und trotzdem ein glückliches Hundeleben führen. Wir trugen ihn ins Auto und fuhren nach Hause. Er bekam weiterhin Medikamente, die ihm das Wasserlassen erleichtern sollten, aber er konnte seine Blase wieder selbstständig entlehren, super!

Vielen mag das Verständnis dafür fehlen, sie mögen sich fragen:”Warum tut sie dem Hund das denn alles an?”

- Weil er mein Freund ist, weil ich ihn liebe und genauso wie ich einen Menschen nicht aufgeben würde, wenn er von einem Schicksalsschlag getroffen wird, genauso gebe ich auch meinen Hund nicht auf. Ich bin alles was er hat, ich bin sein Halt und den werde ich ihm nicht entziehen, so lange es noch Hoffnung gibt.

Sicher war das schlimm, nicht nur für ihn, auch für mich. Ich habe es mir damals auch alles andere als einfach gemacht. Ich habe ihn mehrmals täglich massiert, habe ihn durchbewegt, bin zig mal am Tag langsam ein paar Schritte im Garten gegangen, er konnte seinen Stuhlgang noch nicht selbst wieder kontrollieren und so landete mehrmals am Tag was im Haus, da wo er eben gerade war. Ich machte es weg, ich wusch ihm sein Hinterteil sauber… Ich tat alles was möglich war. Für sein linkes Füßchen fertigte ein guter Freund eine Schiene an, er ist Orthopädie-Schuhmacher-Meister, so war auch Millers Pfötchen am linken Bein geschützt, da er das manchmal schief aufsetzte und umknickte. Mit der Schiene konnte nicht mehr viel passieren.

Es war schwer, es war eine harte Zeit für uns alle und “nebenbei” hatte ich ja auch noch ein kleines Baby. Aber es wurde besser, jeden Tag ein kleines bißchen. Auch in sein linkes Bein kehrte Leben zurück. Er bewegte es von Tag zu Tag ein bißchen mehr und ein bißchen besser. Irgendwann ging ich mit ihm schon wieder ein kleines Stück spazieren. Nicht selten mußte ich mir anhören, warum ich den armen Hund so quälte, warum ich ihn nicht erlösen würde, das wäre doch kein Dasein für einen Hund!

Ja, das tat weh. Zumal ich oft selbst zweifelte, ob das nun richtig ist, was ich meinem Hund da zumute. Ich war mir selbst nicht sicher, ob ich ihm das nicht besser ersparen sollte. War ich egoistisch? Nein, ich tat das nicht für mich, jedenfalls nicht nur. Nicht weil ich ihn nicht sterben lassen wollte, um ihn bei mir zu behalten, ich tat das, weil ich ihm noch ein schönes Hundeleben ermöglichen wollte! Wir mussten diese Krise einfach überwinden! Auch unser Tierarzt machte mir Mut und fand es bewundernswert, wie ich mich einsetzte und staunte über die Fortschritte, die Miller machte.

So ging es weiter, Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat und unser Kampf hatte sich gelohnt!

Im Dezember fuhren wir alle in den Urlaub an die Nordsee, nach Ostfriesland. Zu dem Zeitpunkt konnte Miller wieder laufen, sogar richtig schnell wenn er wollte! Er hatte einen leichten Gehfehler am linken Bein zurück behalten, an diesem Bein trug er einen Hundeschuh um die Pfote zu schützen, aber sonst war er wieder ein glücklicher und zufriedener Hund, der Spaß am Leben hatte! Ich konnte wieder mehrmals täglich 15-20 Minuten mit ihm spazieren gehen, er konnte Kot- und Urin absetzen wieder kontrollieren und er konnte zum Markieren sogar wieder sein Beinchen heben!!!

Wir waren alle sehr froh und glücklich und alle Zweifler konnten sehen, dass sich unser Kampf gelohnt hat! Miller konnte bei uns bleiben, Miller konnte wieder ein ganz normaler und gesunder Hund sein und er genoss sein Leben in vollen Zügen! Es war unbeschreiblich schön!

So verging die Zeit. Wir bauten an, ich wurde erneut schwanger, diesmal mit unserem Sohn Michel. Im April 2006 schlüpfte unser Zwerg.

Das Familienglück war perfekt, wir waren komplett.

Miller freute sich über den erneuten Familienzuwachs und legte immer eine bemerkenswerte Ruhe und Geduld an den Tag. Als Michel in das Krabbelalter kam ließ Miller sich in aller Seelenruhe von ihm begrabschen… er war der beste Hund, den man sich vorstellen konnte, herzensgut, lieb, freundlich und verspielt bis ins Alter.

Sein kleines Handicap im linken Bein wurde auch mit der Zeit noch so gut, dass er beim Laufen nicht mal mehr einen Schuh tragen mußte. Er konnte auch wieder schwimmen, das hat ihm immer großen Spaß gemacht und da war es gerade gut, weil es eine schonende Art der Bewegung ist, wo er auch gut die Muskulatur aufbauen und trainieren konnte!

Zusammen machten wir noch schöne Nordseeurlaube mit gemeinsamen Spaziergängen an Strand und Meer.

Irgendwann wurde unsere Tochter sehr krank, sie hatte sehr plötzlich eine heftige Erkältung, mit hohem Fieber die sehr schnell in eine Lungenentzündung überging. Zum Glück half das Antibiotikum schnell und mit der Inhalation kombiniert wurde es schnell wieder gut. Das war der Anfang. Anschließend bekam Ronja immer wieder heftige Bronchitiden und sie entwickelte irgendwann eine Art Dauerhusten. Wir waren sehr besorgt. Irgendwas war doch da nicht normal, kein anderes Kind bekommt so oft so heftige Bronchitiden. Auch unsere Kinderärztin fand das beunruhigend und so wurde im Februar 2007 ein Allergietest gemacht auf verschiedene Allergene.

Das Ergebnis war niederschmetternd: Ronja hatte allergisches Asthma und reagierte besonders auf Hausstaubmilbe 1 und 2 und Pferd, aber auch auf Hund und Katze.

Was nun? Unsere Kinderärztin fragte erst mal nach dem Alter der Tiere. Miller war schon 10 Jahre alt und unsere Sheila 12. Sie sagte, wir könnten die Tiere dann erstmal behalten. Da Ronja besonders auf die Hausstaubmilben reagiert wird man sie ohnehin medikamentös einstellen, mit Cortison-Spray aber auch mit Salbutamol, dem typischen Asthmaspray für akute Beschwerden, und sie meinte, so könnten dann auch die Tiere bis zu ihrem Ende ruhig in unserer Familie bleiben. Das erleichterte uns alle sehr. Mit den Medikamenten wurde es tatsächlich schnell besser und ich hatte nach vielen Monaten mit ständig hustender Ronja endlich wieder das Gefühl, eine gesunde Tochter zu haben! Auch eine naturheilkundliche Ärztin zogen wir noch hinzu, sie behandelte Ronja zusätzlich noch homöophatisch und mit Laserakupunktur und wir hofften auf baldige Erfolge.

Wir fuhren im Sommer wieder an die Nordsee und machten einen tollen gemeinsamen Urlaub, alles war super.

Anfang August fing es dann aber an, dass Ronja wieder immer mehr hustete, immer schlimmer, den ganzen Tag lang. Sie bekam sogar Würgereiz vor Luftnot, war blass und schlapp. Erst dachte ich an eine normale Erkältung, aber es blieb schlecht, Wochen lang. Auffällig war, dass es ihr außerhalb unserer vier Wände immer besser ging. Im Kindergarten ging es ihr gut und wenn ich bei der Kinderärztin war konnte sie beim Abhören auch nichts feststellen. Kaum waren wir wieder zuhause, fing Ronja wieder an zu husten. Ich hatte richtig Angst um mein Kind…

Ich war wieder bei der Kinderärztin und sie schickte Ronja spielen in das Spielzimmer und sagt mir unter 4 Augen, dass Ronjas Allergie sich verstärkt habe und es an den Tieren liegt. Durch die permanente Konfrontation mit den Tierhaaren hat sich die Allergie noch verstärkt. Man könnte vorübergehend die Medikamente höher dosieren, auf Dauer müssten wir aber ein neues Zuhause für unsere Haustiere finden, denn so lange Ronja mit den Allergenen immer wieder konfrontiert wird, kann sich die Situation immer mehr zuspitzen..

Warum mußte es uns denn wieder so treffen? Wieder ein Tag, an dem ich viele Tränen weinte und wer legte seinen Kopf in meinen Schoß und sah mich mit großen runden Kulleraugen tröstend an? Miller.

Es brach mir das Herz. Wir haben so gekämpft, wir sind so eine tolle Familie, alle zusammen und nun sollen unsere beiden pelzigen Familienmitglieder uns verlassen?? Irgendwie ging der Gedanke nicht in meinen Kopf. Irgendwie war es mir nicht bewußt, dass wir uns nun tatsächlich trennen müssen und auf der anderen Seite war es mir doch absolut klar. Meine Tochter litt sehr. Sie war so krank, es tat mir weh sie so zu sehen und es blieb uns einfach keine andere Wahl, wir mussten eine neue Familie für die beiden finden, denn das Wohlbefinden und die Gesundheit meiner Tochter war mit am Allerwichtigsten!

Es war so unfassbar traurig. Ich telefonierte mit meiner Schwiegermutter und erzählte ihr das alles. Eigentlich verstehen wir uns gut und man kann auch prima mit ihr reden, aber diesmal war ich schon fassungslos. Sie meinte tatsächlich, dass am besten für Miller sei, ihn einschläfern zu lassen. Gut, er war 10 Jahre alt, aber er war gesund, es ging ihm gut und wenn ich eine liebe Familie finden sollte, in der er noch ein paar schöne Jahre verbringen kann, dann ist das auf jeden Fall besser, als ihn einzuschläfern! Und wie sollte ich das denn Ronja beibringen? Ich war fassungslos.

Meine größte Sorge war ja, dass ich keine Familie für ihn finden könnte, er war 10 Jahre alt, ein alter Hund und dann auch noch mit kleinem Handicap. Wer würde so einen Hund aufnehmen?

Und tatsächlich habe ich die beste Familie für ihn gefunden, die man sich vorstellen kann! Leider nicht gleich auf Anhieb. Erst war hier ein Ehepaar in der Nachbarschaft, die einen Hund haben wollten und die wollten es dann mal mit Miller versuchen. Ich hatte sie über alles was wichtig zu wissen war informiert, über seinen Rückenmarksinfarkt, dass er sich manchmal wenn er ungünstig auftritt eine Kralle kaputt läuft und dann 1-2 Tage zum Schutz einen seiner Hundeschuhe tragen muss, dass sie nicht zu lange am Stück mit ihm spazieren gehen sollten… all das wußten sie. Ich hatte gehofft, sie hätten es verstanden, doch dem war wohl nicht so. Miller war ein Wochenende bei diesem Ehepaar und da bekam ich Montag Mittag einen Anruf, dass sie Miller nicht behalten wollen. Die Frau sagte zu mir:” Ja… also der kann ja gar keine Treppen mehr laufen… und mit dem Pfötchen, naja, das Blut leckt er sich ja ab…” Mir blieb das Herz stehen und ich war wütend! Was hatten die mit meinem Hund gemacht? Er konnte sehr wohl Treppen gehen, sogar sehr gut und was für Blut leckt er sich ab?

Die Frau bot mir noch an, dass Miller noch bleiben könnte, bis wir jemanden für ihn gefunden haben, aber ich sagte dann, dass ich sofort vorbei käme und ihn abhole und das tat ich dann auch.

Miller freute sich irrsinnig, als ich da war und mir brach es mal wieder das Herz… denn auch ich freute mich so sehr und doch wußte ich, dass uns der Abschied für immer unweigerlich bevor stand, dass wir uns doch trennen mußten. Auf dem Weg zum Auto bemerkte ich seinen schockierenden Zustand. Er lief sehr schlecht auf nur drei Beinen, sein Handycap-Beinchen belastete er gar nicht und humpelte ganz furchtbar. Ich fragte die Frau, was sie mit ihm angestellt hätten, das wäre unfassbar, wie schlecht es ihm geht, da sagte sie, dass sie mit ihren Nachbarn und deren Hündin eine große Runde spazieren waren und sie der Hündin eben auch Stöckchen geworfen haben und Miller hat natürlich auch versucht da mit zu halten! “Auch wenn wir ihm gesagt haben, dass er das nicht machen soll…” Ich konnte es nicht glauben, war fassungslos. Natürlich versuchte er da mit zu halten, das war eines seiner liebsten Spiele nur kann er das eben nicht mehr so hemmungslos und ewig lange und vor allem nicht auf asphaltierten Wegen! Konnte man auf sowas nicht verzichten, wenn man einen alten Hund mit Handycap dabei hatte?

Zu Hause legte Miller sich auf seinen Lieblingsplatz im Garten und schlief. Er war so geschafft und kraftlos, ich weiss nicht, ob ich ihn jemals so gesehen habe. Ich rief also Sabine aus Hannover an, die auch meinte, dass sie Miller eventuell aufnehmen würden. Ich war immer recht aktiv in einem Forum im Internet, da hatte ich sie kennen gelernt und viele kannten dort unsere Geschichte. Sabine ist inzwischen eine richtige Freundin geworden. Sie und ihre Familie wollten ohnehin immer gern einen Hund haben und sie wollten uns helfen. Sie sagte:”Selbst wenn er nur noch ein Jahr zu leben hätte, dann hätte er es bei ihnen auf jeden Fall gut und sie würden sich alle Mühe geben, dass er bei ihnen einen schönen Lebensabend haben kann.”

Sie kamen am selben Tag am späten Nachmittag noch vorbei, Miller war überschwenglich und freute sich über die Familie, wir unterhielten uns eine ganze Weile. Sie waren sehr lieb und hatten viel Verständnis für Miller und auch Sabine war verärgert, wie achtlos das Ehepaar aus der Nachbarschaft mit ihm umgegangen ist. Miller hatte sich über den Tag schon ein wenig erholt, ich hatte ihm seine Pfote, die durch diesen Spaziergang arg wund gelaufen war, mit Wundsalbe behandelt und verbunden und es ging ihm schon wieder ein wenig besser, aber er würde ein paar Tage brauchen um sich davon richtig zu erholen.

So ging ich weinend noch mal eine letzte kleine Runde mit meinem Hund, bevor ich ihn bei Sabine und ihrer Familie ins Auto setze und ihm “Leb wohl!” sagte. Ich gab ihm einen Kuß auf den Nasenrücken.

Er sah mich noch mal mit großen fragenden Augen an. Ich machte die Heckklappe zu und sah dem Auto hinterher, das nun mit meinem Hund nach Hause fuhr.

Es war wieder der 8. Oktober…. 2007. Am selben Tag vor 4 Jahren fuhr er schon einmal nach Hannover, damals in die Tierklinik und diesmal, um dort bei einer neuen Familie ein neues Leben zu beginnen. Ohne uns.

Für Sheila haben wir auch schnell eine Katzenliebhaberin gefunden, die sie aufnahm und wo Sheila es gut haben würde. Es war noch mal ein trauriger Abschied für alle. Auch Sheila war ein Familienmitglied und nicht nur ein Tier, aber wenn sie eine Hand hat, die sie streichelt und ein warmes Plätzchen auf Sofa und vielleicht sogar im Bett, dann würde sie sich schnell an ihr neues Plätzchen gewöhnen.

Ronja hatten wir alles erklärt, noch bevor wir die Tiere untergebracht hatten natürlich! Dass sie so schlecht Luft bekommt und ständig husten muss, weil sie die Tierhaare nicht verträgt und dass es deshalb besser ist, wenn wir Miller und Sheila in neue Familien geben. Auch sie war sehr traurig, weinte und wollte das nicht, sie wollte, das sie bei uns bleiben… wie wir auch… doch es blieb keine andere Möglichkeit, damit es Ronja bald besser geht. Irgendwann verstand sie es, wie schwer diese Trennung wirklich für sie war und noch ist zeigte sich erst später.

Wir haben überlegt, ob wir ihr irgendwas anderes sagen können, damit Ronja es nicht so auf sich bezieht, sich vielleicht sogar die Schuld dafür gibt, aber was hätte das gebracht? Wir blieben bei der Wahrheit, die richtigen Worte dafür zu finden war so schwer… wie will man das auch erklären?

Etwa zwei Wochen nachdem die Tiere weg waren wurde ihr Husten besser. Nach 4 Wochen ging es ihr wieder ganz gut. Es dauert ja seine Zeit, bis man die Haare soweit entfernt hat (Katzenhaarallergene halten sich über Jahre), aber Ronjas gesundheitlicher Zustand besserte sich zusehends.

Beide Tiere haben sich inzwischen gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt. Miller wollte die ersten zwei Tage nicht fressen, aber als ich Sabine dann einen Tip gab, was er ganz besonders gern mag, kam sein Appetit zurück. Sabines Familie nahm Miller so liebevoll bei sich auf, viermal am Tag geht er Gassi, er hat einen Garten und sogar zu einem Badesee haben sie ihn kürzlich mitgenommen und sie lieben ihn heiß und innig und versorgen ihn so toll… er hätte keinen besseren Platz finden können! Er hat Kinder um sich und auch Katzen… dass er es dort so gut hat und sich wohl fühlt mildert den Schmerz über den Verlust ein wenig. Dennoch hätte ich viel dafür getan, dass er bei uns hätte bleiben können…

Ich bekomme sehr viele Fotos von ihm und Sabine läßt mich absolut an seinem Leben teilhaben so gut es geht. Ronja weint schon noch oft. So ist sie ein fröhliches kleines Mädchen, aber manchmal ist sie unvermittelt traurig und wenn ich sie dann frage, was los ist, dann platzt es aus ihr raus. Sie weint und sagt:”Ich vermisse Miller und Sheila!” Um diesen Trennungsschmerz etwas zu bewältigen haben wir dann manchmal ein Spielzeug und Leckerlies gekauft, einen Brief geschrieben und zu Miller geschickt. Einmal haben wir für ihn sogar zusammen Leberwurstkekse für ihn gebacken. Ronja hat so das Gefühl, dass er nicht ganz aus der Welt ist und sie doch noch was für ihn tun kann. Und oft sehen wir uns gemeinsam die vielen, vielen Fotos an und freuen uns daran.

Miller und "sein" Hamster

Miller und "sein" Hamster

Wieder einmal bin ich froh, dass ich ihn nicht voreilig habe einschläfern lassen, sondern ihm die Chance gegeben habe, bei einer anderen Familie noch ein glückliches Leben zu führen und das tut er!

Es gibt Leute hier im Ort, die meinen, ich hätte meinen Hund abgeschoben, weil er alt war und “was am Pfötchen hatte”…sowas zu hören tut sehr weh.

Habe ich doch immer alles für meinen Rabauken gegeben, alles getan, was ich tun konnte. Hätte ich so um ihn gekämpft um ihn irgendwann los werden zu wollen? Weil er alt ist und was am Pfötchen hat? Menschen sind oft so oberflächlich und gemein in ihren Äußerungen… aber alle, die mich kennen, die wissen, das das nicht so ist und das sind die Meinungen, die zählen.

Leave a comment to share your teaching point from today’s https://pro-essay-writer.com/ essay writer minilesson